Inklusives Design: So entsteht ein Arbeitsplatz für alle
Inklusives Design geht weit über Barrierefreiheit hinaus. Sie stärken damit Ihre Unternehmenskultur, Produktivität und Innovationskraft.
Inklusive Raumgestaltung sorgt dafür, dass sich jeder Mensch am Arbeitsplatz willkommen, gesehen und wertgeschätzt fühlt – unabhängig von Alter, Sprache, Kultur, Geschlecht, körperlichen Fähigkeiten oder neurologischen Unterschieden. Sie stärkt Teamgeist und Zugehörigkeit und macht Ihr Unternehmen attraktiv für Mitarbeitende und Kund:innen.
Schauen Sie sich in Ihrem Büro um: die Gestaltung ist vermutlich auf Durchschnittsangestellte ausgerichtet. Das Thema des inklusiven Arbeitsplatzdesigns gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung, schließlich sollen alle Mitarbeitenden ihr volles Potential ausschöpfen können.
Es geht über reine Barrierefreiheit hinaus und berücksichtigt die Vielfalt der Nutzerbedürfnisse. Wie sieht eine inklusive und produktive Arbeitsumgebung aus? Der eine braucht Ruhe für konzentriertes Arbeiten, die andere fühlt sich im lebendigen Großraumbüro am wohlsten. Was ist „normal“? Wir sind alle verschieden!
Warum Inklusivität am Arbeitsplatz wichtig ist
Inklusives Design am Arbeitsplatz ist längst kein Luxus, sondern Notwendigkeit:
Laut einer Erhebung von Eurostat (2023) haben rund 27% der EU-Bürger:innen über 16 Jahre eine Behinderung. In einer Umfrage des Eurobarometers gaben 46% der Europäer:innen an, in den letzten 12 Monaten ein psychisches Problem gehabt zu haben. Und mehrere Studien aus den USA und Europa zeigen, dass die Zahl der Menschen mit einer Diagnose aus dem Autismus-Spektrum in den letzten zehn Jahren gestiegen ist (ca. 1 aus 150).
- Produktivität & Gesundheit: Wenn sich Ihre Mitarbeiter:innen wohlfühlen und die Arbeitsplätze ihren Bedürfnissen entsprechen, sind sie motivierter und leistungsfähiger
- Innovation & Erfolg: Unternehmen mit inklusiver Kultur sind laut verschiedener Studien innovativer und das ermöglicht bessere Geschäftsergebnisse
- Employer Branding: Vor allem für Gen‑Z und Millennials ist Diversität und inklusive Umgebung ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers

So gestalten Sie ein inklusives Büro
Barrierefreier Zugang
Damit sich Mitarbeitende mit Mobilitätseinschränkungen selbstständig durch das Büro bewegen können, sind z.B. Rampen, ausreichend breite Türen und Gänge wichtig.
Besprechungstische mit mittigem Sockel oder Fuß sind besser zugänglich und erleichtern die Bewegung im Raum.
Sensorische Inklusion
Manche Menschen reagieren empfindlicher auf Sinnesreize als andere. Bieten Sie Bereiche mit schallabsorbierenden Paneelen, verstellbaren Trennwänden, Telefonboxen und Rückzugszonen an. Ermöglichen Sie variable Beleuchtung, damit sich nicht nur neurodivergente Menschen wohlfühlen.
Integrieren Sie in Räumen mit hoher sensorischer Belastung bewegungsfreundliche Bereiche, abwechslungsreiche Arbeitsplätze und interaktive Möbel (z. B. Wackelstühle, Hängematten oder Schaukeln).
Raumvielfalt für verschiedene Arbeitsstile
Kreieren Sie unterschiedliche Bereiche für verschiedene Tätigkeiten: offene Zonen, Fokusräume, Lounges, Gemeinschaftsräume, hybride Konferenzzimmer. Mitarbeitende können dann wählen, welcher Ort am besten zu ihrer Aufgabe und Stimmung passt. Begegnung und Rückzug sind im Idealfall gleichermaßen möglich.
Ergonomie & Anpassbarkeit
Büromöbel wie höhenverstellbare Schreibtische, ergonomische Bürostühle, flexible Monitorhalterungen und variable Beleuchtung ermöglichen individuelle Anpassung für Gesundheit und Komfort.
Welche Büromöbel fördern inklusives Design?
Verschiedene Tätigkeiten im Berufsalltag erfordern unterschiedliche Räume und Ausstattung. Wir stellen Ihnen einige Möbel vor, die wir in Raumplanungen für unsere Kund:innen gerne einsetzen:
- Telefonboxen & Office Pods: ideal für akustischen Rückzug und Konzentration, z.B. von Framery
- Ergonomische und flexible Möbel: höhenverstellbare Tische, verstellbare Bürostühle, z.B. von Steelcase
- Akustik-Leuchten: für ideale Schallabsorption, z.B. von Impact
- Akustische Raumtrenner: individuelle Lösungen gegen zu viel Lärm, z.B. von Impact
Welche Vorteile bringt inklusives Design für Ihr Unternehmen?
Mitarbeiterzufriedenheit & Bindung:
Weniger Fehlzeiten, geringere Fluktuation, höhere Motivation
Innovation & Produktivität:
Steigert die Kreativität und unterstützt innovative Ideen
Attraktive Arbeitgebermarke:
Fördert Ihr Employer Branding, schafft Vorteile im Recruiting, positives Unternehmensimage
Gesundheit & Wohlbefinden:
Ergonomie beugt Erkrankungen vor und fördert z.B. die Rückengesundheit
Community based Design by Steelcase
Das Prinzip des Community based Designs zielt darauf ab, Arbeitsplätze laufend an die Bedürfnisse von Mitarbeitenden und Unternehmen anzupassen. Dabei bezieht man eine heterogene Gruppe von Mitarbeitenden und Führungskräften ein, um ihre Arbeitsweise kennenzulernen und zu verstehen.
Wenn Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen am Designprozess mitwirken, fühlen sich nicht nur alle Beteiligten wertgeschätzt, gestärkt und psychologisch sicher. Dank des wachsenden Verständnisses für Besonderheiten können Designer:innen Arbeitsplätze so gestalten, dass sich jede:r optimal entfalten kann.
Steelcase hat z.B. gemeinsam mit Special Olympics Michigan die Räume für ein einzigartiges Inklusionszentrum gestaltet.
